Die Gesamtlänge des Rundganges beträgt ca. 2 km. Er führt vom Stollenmundloch in
Richtung großes Streckenkreuz, den Dorotheamorgengang entlang bis zum Himmlischen Heer
Stehenden. Auf dem Rückweg kommt man am Richtschacht "Himmlisch Heer" vorbei.
Die ersten 25 m der Besucherstrecke sind mit Bruchsteinen ausgemauert. Dieser äußerst
sichere Ausbau war notwendig geworden, weil der Eingangsbereich ständig zu Verbrüchen
neigt.
Mundloch und Eingangsbereich der jetzt zu sehenden Form erbaute man im 18. Und 19.
Jahrhundert. Anschließend führt der Fahrweg über ein ca. 25 m tiefes Gesenk. Wenn
genügend Grubenwasser fließt, verbricht dieses dort geräuchvoll in den 25 m tiefer
verlaufenden Bierschnabelstollen.
Am linken Stoß des Stollens ist die Mineralstation des Dorotheaflachen (Gang) zu sehen.
Hauptminerale sind Fluorit und etwas Baryt.
Das Tragwerk im Dorotheastollen war ursprünglich ca. 80 cm über der Stollensohle
eingebaut. Aus Sicherheitsgründen haben wir das jetzige Tragewerk nur in 30 cm Höhe
verlegt.
An beiden Stößen des Stollens sind mehrfach Gequäle (Wasserableitungsgerinne). Diese
hatten die Aufgabe, von der Firste und von den Stößen herablaufendes Wasser so
abzuleiten, daß es nicht in Gesenke laufen konnte.
Im weiteren Verlauf des Stollens sind rechts und links Suchorte angelegt. Sie trieb der
Bergmann in Gestein, um eventuell noch vorhandene erzführende Begleitgänge
(Nebentürmer) zu erkunden.
An mehreren Stellen sind kleine oder etwas größere Abbaue vorhanden. An diesen Stellen
fand oder vermutete der Bergmann Erz. 210 m vom Stollenmundloch entfernt befindet sich ein
alter Schacht, der von den Besuchern mit entsprechender Kondition erklettert werden kann.
In unmittelbarer Nähe ist links ein Entfernungsangabe eingemeißelt.
Die Zahl "105" bedeutet 105 Lachter (Lachter war ein früher gebrauchte
Längeneinheit; ein Lachter entsprach im Annaberger Bergamtsrevier 198 cm; ca.2 m. In
anderen Bergamtsrevieren gab es andere Umrechnungsfaktoren.
Ein rechts davor eingemeißeltes "L" zeigt die Meßrichtung an (ein sog.
Markscheiderzeichen).
Nach ca. 50 m wird der Gang infolge Störungszonen brüchiger. Zu sehen ist dies an der
links angebrachten Stützmauer (Baujahr 1993) sowie am Ausbau des kleinen Streckenkreuzes.
1993 konnte durch Einbau eines Ziegelgewölbes dieser Bruch vollständig Saniert werden.
Die finanziellen Mittel stammten vom Freistaat Sachsen und vom Bund.
Ausgeführt wurde die Baumaßnahme im Rahmen einer ABM von 3 Mittgliedern des Vereins
"IG Altbergbau Dorotheastollen Cunersdorf e.V.".
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