Dorothea Stolln

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2. Seite der Kurzgeschichte der Grube
Dorothea Stolln / Himmlisch Heer

Im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts wurden Silbervorkommen erheblichen Ausmaßes auf dem Territorium des heutigen Landkreises Annaberg entdeckt. Wie das zur damaligen Zeit so üblich war, strömte eine "Unmenge Volk" in diese unwirtliche Gegend, um hier ihr Glück zu finden. Als Folge des raschen Aufblühens des Bergbaues auf Silber kam es zur Gründung der Bergstadt Annaberg (eigentlich Neustadt am Schreckenberge). Auf Grund ihrer Struktur waren die neugegründeten Bergstädte Zentren einer wohlhabenden und aufgeklärten Bürgerschaft.

Dorothea StollnDorothea StollnHier war es im Prinzip möglich, daß man bei etwas Glück die Fesseln der Armut durchbrechen und es zu einem relativen Wohlstand bringen konnte. Es finden sich solche Namen wie Agricola, Rieß, v. Elterlein, Uthmann, Kürschner u.a., deren Wirken stets in irgendeiner Form mit dem Bergbau zusammenhing.

Der von Knappen erschürfte Silberreichtum zeigt sich heute z.B. in der St. Annenkirche und in anderen Bauwerken dieser Zeit. Aus unterschiedlichen Ursachen war das Aufblühen der Bergstädte meist nur von kurzer Dauer. Oftmals versanken die rasch gewachsenen Bergstädte nach Erlöschen des ersten Ansturmes wieder zur Bedeutungslosigkeit, da das Umfeld für eine anderweitige Nutzung alles andere als günstig war.

Dorothea StollnDorothea StollnIn Annaberg selbst konnte der Niedergang des Bergbaues durch das Einführen der Spitzenklöppelei der Verlegerin Barbara Uthmann (Tochter des Bergherrn Heinrich von Elterlein und Frau des Bergherrn Christoph Uthmann) etwas ausgeglichen werden.

In den späteren Epochen kam es zwar mehrfach zu einem kurzzeitigen Aufblühen des Annaberger Bergbaues, jedoch wurde die Größe der Gründerzeit niemals wieder erreicht.
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