Kurzgeschichte der Grube
Dorothea Stolln / Himmlisch Heer
Ursprünglich waren es eine Vielzahl von kleinen Bergwerken, die auf dem
Himmlisch Heer Stehenden (Erzgang) bauten.
Der Dorothea Stolln war ein eigenständiges Bergwerk und wurde zu Beginn
der 30er Jahre des 16. Jahrhunderts am östlichsten Ufer der Sehma südlich von Annaberg
(bei Cunersdorf) , in südöstlicher Richtung in den Berg getrieben.

Er baut auf den sogenannten Dorotheaflachen. Der Gang
selbst brachte reichliche Silberausbeute. Untertägig waren inzwischen die einzelnen
Stollen und Schächte miteinander verbunden, so daß man nunmehr vom Grubenrevier
Himmlisch Heer sprechen kann.Allein 1536/37 soll es einen Erzfall auf dem Himmlisch Heer
Stehenden gegeben haben, wo 9 Tonnen Reinsilber (Bezugsgröße!) abgebaut werden konnten.
Das gesamte Gangsystem wird auf ca. 50 km Streckenlänge eingeschätzt.
Das Revier besteht aus einer Vielzahl von Gängen oberhalb und unterhalb
des Dorotheastollenniveaus. Beim Teufen des Richtschachtes "Himmlisch Heer" in
der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts stieß man 125 m unter Dorotheastollenniveau
auf die Jahreszahl 1551.

Ursprünglich wurde allein
Silbererz abgebaut, später kamen Kobalt- und Nickelerze sowie Uranpechblende hinzu.
Zeitweise konnten auch Kupfererze verkauft werden. Nebenbei spielten sicherlich der
Mineralverkauf als Schaustufen bzw. Hüttenhilfsmittel (Flußspat) eine Rolle.
Uranerze konnten durch die Wismut nach 1945 besonders auf dem
Unbenannten Flachen (nach mündlichen Aussagen von Bergleuten, die dabei gewesen sind,
soll es teilweise wie im Wespennest zugegangen sein, wenn die Russen wieder Urannester
vorfanden) und auf tieferen Sohlen des Himmlisch Heer Stehenden abgebaut werden.