Beschreibung „Kleiner Rundgang“

Die Führungsdauer des „Kleinen Rundganges“ beträgt ca.1,5 Stunden und die des „Erweiterten Kleinen Rundganges“ ca. 2 Stunden. (s. Grubenriss unten)

„Kleiner Rundgang“

Die ersten 25 m der Besucherstrecke sind mit Bruchsteinen ausgemauert. Dieser äußerst sichere Ausbau war notwendig geworden, weil der Eingangsbereich ständig zu Verbrüchen neigte. Mundloch und Eingangsbereich der jetzt zu sehenden Form erbaute man im 18. und 19. Jahrhundert.
Anschließend führt der Weg über ein ca. 25 m tiefes Gesenk.
Am linken Stoß des Stollens ist die Mineralisation des Dorothea Flachen (Gang) zu sehen. Hauptminerale sind Fluorit und etwas Baryt.

Weiter geht es in Richtung „Großes Streckenkreuz“.

Großes Streckenkreuz

Großes Streckenkreuz

Es handelt sich um ein Gangkreuz des Dorothea Flachen, des Dorothea Morgenganges sowie weiterer unbenannter Gänge.
In diesem Bereich muß in alter Zeit viel Silbererz gewonnen worden sein, denn die vorhandene Aushöhlung läßt auf gewaltige Abbaue schließen.
Mit dem Einbau eines Bruchsteingewölbes wurde schließlich im Jahre 1855 eine dauerhafte Verwahrung erreicht. Der Ausbau des Gewölbes dauerte, laut Grubenbericht, 23 Wochen.
Gemeißelte Gequäle, Entfernungsangaben und Jahreszahlen vervollständigen das Bild.
Von hier aus geht es in Richtung Himmlisch Heer. Viele Streckenabschnitte sind durch eingebaute Ziegelgewölbe aus der vorletzten Betriebsperiode (1853 – 70) dauerhaft verwahrt worden und uns dadurch erhalten geblieben.
Rechts geht es in das ehemalige Sprengstofflager der Wismut. Ein Raum davon ist für untertägige Veranstaltungen, wie Mettenschichten, Weihnachtsfeiern, Vereinszusammenkünften usw.  ausgebaut. In den folgenden Nebenräumen kann Bergbautechnik aus alter und neuer Zeit hautnah erlebt und vorgeführt werden. Über eine 20 m lange Strecke erreicht man dann wieder den Dorothea Morgengang. Gegenüber kann man dann noch eine kleine handgeschlegelte Strecke befahren und dabei noch zwei alte, ins Gestein gearbeitete Jahreszahlen entdecken.
Mit dieser letzten Entdeckung beginnt nun der Rückweg, mit dem der „Kleine Rundgang“ am Mundloch wieder endet.

Auf Wunsch der Besucher, auf Nachfrage, bzw. wenn der zeitliche und organisatorische Rahmen es zuläßt, kann der „Kleine Rundgang“ auch noch etwas erweitert werden.

„Erweiterter Kleiner Rundgang“

In diesem Fall geht es dann auf dem „Dorothea Morgengang“ weiter, noch tiefer in den Berg.Ca.60 m vor dem „Himmlisch Heer Stehenden“ ist der Beginn einer von 1900 bis 1946 in betrieb gewesenen Wasserleitung, welche die Stadt Buchholz mit Trinkwasser versorgte. Hier kann man auch noch sämtliche wassertechnische Stau- und Wehranlagen besichtigen.

gang

Dorothea Morgengang

Jetzt ist man auch schon auf dem ertragreichsten Erzgang des 16. Jhd., dem „Himmlisch Heer Stehenden“ angekommen. In den Jahren 1536/37 fand man beispielsweise 9000 kg Reinsilber auf diesem Gang.
Noch 80 m weiter, Richtung Süden, kommt man rechts zum Füllort und dann zum Richtschacht „Himmlisch Heer“. Dieser Schacht wurde von 1853 – 1870 geteuft und war einer der ersten Schächte im Annaberger Revier, der mit einer 20 PS Dampfmaschine zur Förderung und Wasserhaltung ausgerüstet wurde. Er ist an dieser Stelle noch 125 m tief und 110 m hoch.
Über einen kleinen Querschlag gelangt man nun wieder bis zum „Dorothea Morgengang“. Es beginnt nun der 800 m lange Rückweg bis zum Mundloch.

Glück Auf

Kleine Runde und Erweiterung

Kleine Runde und Erweiterung